Eine Person hält ihre Hand ans Ohr, als würde sie jemandem heimlich zuhören – ein Symbol für Projektkommunikation, Flurfunk und inoffizielle Informationswege im Unternehmen. Das Bild thematisiert die Bedeutung von klarer, transparenter Kommunikation im Projektmanagement, um Missverständnisse und Gerüchte zu vermeiden. Der dunkelblaue und orangene Rahmen mit Symbol eines Mikros und Podcast-Cover verweist auf den Podcast „Projektmanagement im Glas“.

#3 Projektkommunikation mit und ohne Flurfunk: So geht’s

In dieser Folge von „Projektmanagement im Glas“ spricht Corivus-Partner Carsten Eickhoff darüber, wie Projektkommunikation funktioniert – und warum Sie den Flurfunk nicht ignorieren, sondern bewusst steuern sollten.

 

Ihre Projektkommunikation darf den Flurfunk nicht ignorieren. Wie Sie Ihre Projektkommunikation mit und ohne Flurfunk steuern ist Thema diese Episode.

Was ist Flurfunk – und warum betrifft er jedes Projekt?

Ob an der Kaffeemaschine, beim Mittagessen oder in der Chatgruppe: Flurfunk ist allgegenwärtig. Und oft schneller als offizielle Kanäle.

Typische Merkmale des Flurfunks:

  • Informationen stammen nicht von der Projektleitung
  • Sie werden inoffiziell und oft verfälscht weitergegeben
  • Unterschiedliche Interpretationen führen zu Fehlinformationen
  • Management und Stakeholder bekommen verzerrte Eindrücke

 

Flurfunk kann sich negativ auf das Projekt auswirken. Falsche Informationen werden verbreitet, die dem Projektfortschritt schaden.

Carsten Eickhoff bringt es auf den Punkt: „Aus einem verzögerten Testfortschritt wurde plötzlich: Der Roll-out findet nicht statt. – Das zeigt, wie gefährlich unkontrollierter Flurfunk sein kann.“

In kritischen Situationen unterstützen wir Unternehmen im Rahmen unseres Projekt-Turnaround-Angebots.

So steuern Sie Projektkommunikation aktiv und wirksam

Gute Projektkommunikation ist mehr als ein Newsletter. Sie braucht Struktur – und ein realistisches Verständnis für informelle Kanäle.

Die wichtigsten Hebel:

  • Kommunikationsplan und Change-Management verbindlich aufsetzen
  • Offizielle Kanäle definieren – und regelmäßig bedienen
  • Fehlinformationen aktiv korrigieren, nicht ignorieren
  • Sozial gut vernetzte Mitarbeitende gezielt einbinden, um positive Themen zu stärken

Vertiefende Tipps zur effektiven Gesprächsführung im Projektkontext (etwa 80% ihrer Zeit kommunizieren Projektleiter) gibt es in dieser Podcastfolge: Erfolgreich überzeugen - 3 Methoden zur effektiven Gesprächsführung für IT- Projektleiter.

Auch unser Coaching für Projektleiter bietet Unterstützung, wenn es um die Weiterentwicklung persönlicher Kommunikationskompetenzen geht.

Fazit: Flurfunk zulassen – aber gezielt nutzen

Flurfunk lässt sich nicht abschalten – und das ist auch gut so.
Denn richtig genutzt, kann er:

  • die soziale Dynamik im Projektteam stärken
  • konstruktive Ideen hervorbringen
  • ein Frühwarnsystem für Stimmungen und Risiken sein

Wichtig ist: Nicht ignorieren, sondern integrieren. Projektverantwortliche sollten Flurfunk als Teil des Kommunikationsökosystems begreifen – und gezielt mitgestalten.

Gerüchte sind nicht nur Gerede – manchmal steckt Wahrheit drin

Nicht jeder Flurfunk ist Unsinn. Im Gegenteil: Manche Gerüchte deuten auf echte Probleme oder offene Fragen hin, die bislang nicht adressiert wurden. Wer genau hinhört, erkennt darin frühe Warnzeichen für Spannungen, Engpässe oder Unsicherheiten im Projektteam.

Wenn Sie solchen Signalen auf den Grund gehen wollen, kann ein strukturierter Überblick helfen.

Nutzen Sie unser Projektrating Self-Check – und verschaffen Sie sich Klarheit, wo Ihr Projekt wirklich steht.


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Gast der Episode:

Carsten Eickhoff ist Partner der Corivus AG. Dort liegen seine Schwerpunkt in den Bereichen IT-Programm- und Projektmanagement, Business Transformation und Krisenmanagement. Er hat mehr als 25 Jahre Berufserfahrung als Berater für global agierende Konzerne und lokal operierende mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Branchen.

Host des Podcasts:

Christian Dürk ist Host des Podcast und Vorstand von Corivus. Er hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Management komplexer IT- und Organisationsprojekte.

Sein besonderes Steckenpferd ist der Spagat zwischen kurzfristigem Drehen eines Projekts und seiner langfristigen Organisation - insbesondere einer zukunftsfähigen Personalplanung, die das dauerhafte Funktionieren eines Bereichs sichert.